Sie sind nicht angemeldet.

Der Gästezugriff auf dieses Forum wurde limitiert. Insgesamt gibt es 6 Beiträge in diesem Thema.
Um sie alle lesen zu können müssen Sie sich vorher registrieren.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Australian Shepherd Forum für Züchter und Halter. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

sporty

Anfänger

  • »sporty« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 22

Level: 24 [?]

Erfahrungspunkte: 71.234

Nächstes Level: 79.247

  • Nachricht senden

1

10.11.2010, 17:41

Schußscheue/Schußempfindlichkeit - Ausprägung und Lösungen

Aus einem anderen Thread entstsnden und durch diese Aussage wohl ein neues Thema wert.

Zitat

Julia, das kannst du trainieren mit eine selbstgebauten "Filmklappe" :b19:


Man definiert zwei Arten der Schußangst.
Schußempfindlichkeit und die Schußscheue.
Bei der Schußscheue handelt es sich meist um eine angwölfte Wesesnschwäche die eigentlich nicht zu beheben ist.
Meist zeigt sich diese Wesensschwäche, die auch oft mit anderen Problemen der Übersensibilität/Ängstlichkeit einhergeht erst mit dem erwachsen werden (bis 2-3 Jahre). Hunde die vorher unauffällig waren zeigen plötzlich Ängste bei Schüssen oder lauten geräuschen.
Hier ist eine gewöhnung äußerst Zeitaufwendig und selten von Erfolg gekrönt. So ein Hund wird sich auch nur bedingt an einen Schuß gewöhnen, völlig gleichgültig wird er ihm nie sein. Über den Schuß freuen, oder sich Schußhitzig zeigen wird so ein Hund auch nur oberflächlich bei den x-mal geübten Szenarien. Kommt etwas neues hinzu wird er wieder auffällig.

Schußempfindliche Hunde sind oft durch vorkommnisse dazu gemacht. Krankheit, Unfall .ä. können zur Schußempfindlichkeit führen. Die Schußempfindlichkeit ist mehr oder weniger ausgeprägt und kann ebenso mehr oder wenig schwer wieder entfernt werden.

Ein paar Beispiele.

1. Junger Hund von ca.8 Monaten wird auf Anlageprüfung geführt. Die Schußfestigkeit wird Mittags bei brütender Hitze geprüft. Der Hund fällt durch, weil er sich kaum vomFührer löst und auf die Schußabgabe zum Führer trabt.
Selber Hund war weder vorher noch nachher irgendwie auffällig.

2. Hund im alter von 1 1/2 wird sehr krank und wird mit falschen Medikamenten behandelt. Bei der Vorbereitung auf seine Prüfung zeigt er sich stark Schußscheu.
Der Hund wurde ein halbes Jahr richtig gesund "gepflegt" und dnach von einem Trainer begutachtet. Diese schießt in Verbindung mit einem Running Rabbit (Dummy mit Gummiseil) danach durfte der Hund apportieren - Der Trainer attestierte "Aufpassen mit Schußhitzigkeit bei dem weiteren Training!"
Ein halbes JAhr später läuft dieser Hund Prüfungen und der Führer muss heute stark auf die Schußhitzigkeit aufpassen.

3. Hund wurde bei der Wasserarbeit von Randschroten erwischt. Der Hund war innerhalb einer Woche und ein paar vor ihm geschossen enten wieder mit einem Satz im Wasser.


4. Hund war durch führer so weit gebracht, dass er selbst Zuhause schon Angst hatte wenn der Besitzer die Flinte aus dem Schrank holte. Das verschließen mit dem "klack" Ton ging gar nicht.
Auch dieser Hund jagd heute fröhlich wieder Enten mit seinem Herrn. Auch hier dauerte es nur wenige Wochen üben im Haus und dann die positive Verbindung mit dem Schuß und der Hund war "geheilt".

Der schwierigste von diesen Fällen war eindeutig der 2. (gibt sicher schlimmere und schwierigere) aber alle Fälle beweisen eben eins. Erworbene Schußempfindlichkeit lässt sich relativ schnell beheben, wenn man weiß wie.
Aber auch all diese bekannten Tricks helfen nicht bei Schußscheue!

Entgegen der Meinung vieler alteingesessener Jäger ist auch ein Schußfester Hund nicht vor Schußempfindlichkeit gefeit. Alle obigen Hunde sind und waren davor Schußfest. Aber grade junge Hunde sind leicht und schnell aus dem Konzept zu bringen. Deshalb gilt als oberster Leitsatz: "Schuß immer mit Beute verbinden!" Und auch das immer vorsichtig und mit der nötigen Umsicht angehen.
Also, wenn auf dem Hundeplatz noch eine Schreckschußpistole vorhanden ist, das ruhig hin und wieder mit dem Hund üben. also erst aus Entfernung schießen und dann das beste Spielzeug werfen und das eben immer weiter aufbauen. so bekommt man später sicher weniger Probleme. Denn wie gesagt, die meisten zeigen auch ihre angeborenen Probleme erst mit dem erwachsen werden. Wer vorher eingreift kann extreme Ausmaße einer Schußscheue sehr gut eindämmen.

Und auch wenn der Hund noch so schußfest ist, Sylvester bitte immer drin lassen. Das ist so lang toll und lustig bis der erste Böller unterm Hundebauch landet und dann ist selbst der Schußfesteste Hund versaut!

Ich hoffe ich konnte etwas zu Problemen mit dem Schuß erklären!

Der Gästezugriff auf dieses Forum wurde limitiert. Insgesamt gibt es 6 Beiträge in diesem Thema.
Um sie alle lesen zu können müssen Sie sich vorher registrieren.

Legende:

Forum enthält keine neuen Beiträge
Forum enthält neue Beiträge
Forum ist geschlossen
Forum ist ein externer Link